8 Tipps für heiße Sommertage

8 Tipps für heiße Sommertage

So kommt dein Hund gut durch den Sommer

Nicht nur uns Menschen macht diese Hitze teilweise zu schaffen. Sondern auch unseren felligen Freunden. Auch Hunden wird heiß unter ihrem Fell und suchen nach Abkühlung. Doch wie erkenne ich einen Hitzschlag? Schwitzen Hunde überhaupt? Wie viel Flüssigkeit braucht mein Vierberiner? Wie kann ich meiner Fellnase zu einer Abkühlung verhelfen?

1. NO GO! Hund niemals alleine im Auto lassen !!

Für mich DER wichtigste Punkt! Deswegen auch an erster Stelle. 

Jeder der mich kennt weiß das ich absolut kein Fan davon bin den Hund alleine im Auto (egal ob Winter und vor allem nicht im Sommer) oder den Vierbeiner vor Geschäften angebunden warten zu lassen.

Es wird so oft aufgeklärt und immer wieder hört & liest man von erschöpften Hunden die im heißen Auto allein gelassen oder vor Geschäften geklaut wurden. Ich kann so ein Verhalten nicht verstehen. 

Quelle:https://www.peta.de/themen/hund-hitze-auto/

2. Ausreichend Wasser anbieten!

Ein Auto im Sommer heizt sich sehr schnell auf und wird zur Todesfalle. Der Hund erleidet einen Hitzeschlag! Da hilft auch kein offener Spalt beim Fenster.

Wichtig! Deinem hund immer ausreichend Wasser zur verfügung stellen - auch unterwegs!

Achte darauf das der Trinknapf immer mit frischem Wasser gefüllt ist.

Ich persönlich handhabe es so: Filou hat 4 Wasserschüsseln 3 im Garten und 1 drinnen im Haus. Die 3 im Garten sind aufgeteilt sodass er jederzeit zu einem Wasser kommt. Diese fülle ich täglich mit frischem Wasser an. So kann ich mir sicher sein das er an heißen Sommertagen ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Aber auch unterwegs beim spazieren gehen sollte dem Vierbeiner immer wieder etwas zu trinken angeboten werden. Hierfür gibt es schon tolle Trinkflaschen zum mitnehmen! Aber wie viel sollte dein Hund trinken? Das erfährst du im nächsten Punkt!

3. Wie viel sollte ein Hund am Tag trinken?

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Die Flüssigkeitsmenge des Hundes hängt von verschiedenen Faktoren ab!

  • Art des Futters ( Nassfutter - Trockenfutter)
  • Größe des Hundes
  • Aktivitätsgrad
  • Außentemperatur


Im Durchschnitt sollte ein Hund 40-60ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Bei hohen Außentemperaturen auf 100-150ml Bedarf an!


Hunde müssen genau wie wir Menschen ausreichend trinken. Sie sind hier aber noch stärker gefährdet als wir, da sie Wärme viel langsamer aus ihrem Körper abgeben.

Tatsächlich haben Hunde Schweißdrüsen in ihren Fußsohlen, aber nicht genug, um ihren Körper zu kühlen.

Die Temperatur des Körpers, kontrolliert der Hund hauptsächlich durch Hecheln.

Die Körpertemperatur eines Hundes wird hauptsächlich durch Hecheln kontrolliert.
Was es mit dem Hecheln und schwitzen auf sich hat? Lies weiter in Punkt 4.

4. Wie schwitzt ein Hund?

Warum hecheln Hunde? Das Hecheln spielt eine wirklich entscheidene Rolle für die Thermoregulation!

Wir Menschen schwitzen großflächig über die Haut, anders bei unseren Vierbeinern! Sie besitzen die Schweißdrüsen nur in der Ballenhaut ihrer Pfoten. Durch das Hecheln kühlen sie sich über Nase und Maul ab. Beim Ein- und Ausatmen gelangt Luft an die gut durchbluteten Nasen- & Mundschleimhäute, das Wasser verdampft und die Verdunstungskälte kühlt den Hund. Die Körpertemperatur bleibt so stabil. 


Siehst du einen Hund nach einer körperlichen Anstrengung bei hohen Temperaruten mehr hecheln, ist das vollkommen normal. Übermäßiges Hecheln kann jedoch auch Stress oder schmerzen bedeutetn. Da muss jeder auf seinen Hund achten - denn jeder kennt seine Fellnase am Besten :)

5. Gassirunden klug aufteilen

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An heißen Sommertagen die Gassirunden deutlich kürzer ausfallen lassen. Am besten eher auf die Morgen- und Abendstunden verlegen. Vor allem unsere älteren Vierbeiner mit dichtem Unterfell leiden unter der Hitze. Bei älteren Hunden kann eine Pause während des Spaziergangs notwendig sein. Auch immer Wasser für deine Fellnase mit dabei haben. (Siehe oben Punkt 2.) Das spazieren gehen in der Mittagshitze (wenn geht) meiden.

Oder die Auswahl der Orte für die Gassirunden anders wählen. Ab in den Wald, ohne direkte Sonneneinstrahlung oder an einen See, wo der Hund die Möglichkeit hat sich abzukühlen. Meide Felder und Wiesen wo es absolut keinen Schatten gibt. An schattigen Plätzen oder im Wasser fühlen sich die meisten Tiere wohler.

Vor allem aber lange Strecken auf Asphaltstraßen sollten ungebindt gemieden werden, der heiße Asphalt kann zu Verbrennungen an den Pfoten führen. Hier gibt es einen Test: Halte deinen Handrücken 7 Sekunden auf den heißen Asphalt - wenn du die Hitze spürst ist es auch für deinen Vierbeiner zu heiß. Geht lieber in der Wiese weiter :)

6. Kühle Rückzugsmöglichkeiten anbieten

Dein Hund braucht immer die Möglichkeit auf einen kühlen, schattigen Platz auszuweichen. Es gibt Hunde wie meiner (Filou), der liebt es in der Sonne zu liegen. Er geht dann aber von selber in den Schatten oder legt sich in seinen Hundepool um sich abzukühlen. Diese Rückzugsmöglichkeit muss angeboten und so wie das Wasser im Trinknapf immer vom Hund genutzt werden können.

7. Dem Hund beim abkühlen unterstützen

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An extrem heißen Sommertagen kannst du mit einem befeuchteten Handuch, Hundepool, Gartenschlauch bei deinem Hund für Abkühlung sorgen. Achtung!! Den Hund niemals mit dem nassen Handtuch einwickeln! So kann die Luftzirkulation nicht gewährleistet werden und der Hund kann einen Schok erleiden.


Das befeuchtete Handtuch nehmen und den Hund damit abreiben ( wie wenn du ihn abtrocknen würdest - NIE den Hund dem nassen Handtuch einwickeln, so staut sich die Hitze und kann nicht entweichen, dies kann förderlich für ein Hitzschlag sein). Optimal sind auch sogenannte Kühlmatten (oder auch ein nasses Handtuch), die auf den Boden gelegt werden. Hier (sowie bei dem Hundepool) kann der Hund selbst entscheiden, ob er diese Art der Abkühlung nutzen möchte.


Du kannst deinem Hund aber auch mit dem Gartenschlauch helfen. Achtung - das erste Wasser was aus dem Schlauch kommt ist meisten sehr heiß. Laufen lassen bis kühles Wasser raus kommt. Dann langsam den Hund an den Pfoten mit Wasser abkühlen. Hier bitte darauf achten das der Hund nicht von Oben nassgemacht wird.

8. Hitzeschlag erkennen

Ein Hitzschlag ist für unsere Vierbeiner lebensbedrohlich. Anzeichen sind:


  • schwankendes Gehene,
  • glasiger Blick, 
  • Apathie,
  • Fieber, 
  • weißliche Schleimhäute,
  • & Erbrechen


Sollte dies der Fall sein muss der Hund sofort aus der Sonne an einen kühlen, schattigen Platz gebracht werden. Mittels eines feuchten Tuchs (nicht einskalt) die Pfoten des Hundes anfangen abzukühlen. Niemals den Hund mit nassen Handtüchern einwickeln - siehe und lese mehr oben bei Punkt 7.

Nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen sollte das Tier sofort zu einem Tierarzt gebracht werden!

Ich hoffe dieser Artikel war hilfreich für dich.

Nun steht einem heißen Sommer mit deinem Vierbeiner nichts mehr im Wege.

Wir wünschen dir einen schönen Sommer.